Die Linie 12
Als erste selbstfahrende Linie im Kanton Schaffhausen verband Linie 12 auf attraktive weise den Rheinfall mit dem Zentrum von Neuhausen am Rheinfall. Sie unterschied sich von anderen Pilotprojekten dadurch, dass sie von Beginn weg in das bestehende ÖV-Liniennetz eingebunden war.

Als Anwendungsprojekt verschiedene Akteure verbunden
Gemeinsam wurde zwischen Industrie, der öffentlichen Hand und Verkehrsbetrieben die Projektumsetzung angestossen, geplant und umgesetzt. Jeder Akteur hat seine Stärken eingebracht und das Projekt im Kanton zusammen mit der Bevölkerung entwickelt. Das Projekt wurde zusätzlich wissenschaftlich von der ETH begleitet. Die Akzeptanzstudie der ETH hat die Integration von Bedenken und Wünschen aus der Bevölkerung erfasst und bewertet.
Der selbstfahrende Bus am Rheinfall
Die gewählte Strecke war herausfordernd. Viele Touristen, enge Passagen und Kreisel entlang der Strecke. Eine Besonderheit des Streckenabschnitts ist die 15%-Steigung, die den oberen mit dem unteren Abschnitt verbindet. Eine weiteres Novum war, dass das Fahrzeug bidirektional eingesetzt wurde, d.h. es fuhr ohne zu wenden hin und wieder zurück. Die Erfahrungen daraus waren sehr hilfreich einerseits um Möglichkeiten aber auch Grenzen im Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen zu erkennen.

Die Strecke
Das Shuttle verkehrte über ein 1.5 Jahre – von Frühling 2018 bis Herbst 2019 – auf dem oberen Streckenabschnitt in der Tempo-30-Zone im Mischverkehr zwischen dem Industrieplatz und Neuhausen am Rheinfall Zentrum (rot eingefärbte Strecke). Dort bediente der selbstfahrende Kleinbus drei Haltestellen, von denen zwei mit konventionellen Bussen der Verkehrsbetriebe Schaffhausen VBSH geteilt werden. Im Juni 2019 wurde die Strecke bis zum Rheinfallbecken (violette eingefärbte Strecke) mit vier weiteren Haltestellen erweitert. Die roten Punkte markieren die Haltestellen. Seither bedient das Shuttle die ganze Strecke mit insgesamt sieben Haltestellen gemäss Fahrplan.
