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Die STL Linie 13

Mit der STL Linie 13 geht das Swiss Transit Lab einen weiteren Schritt in der Entwicklung der automatisierten Mobilität im öffentlichen Verkehr. Ende April 2023 wurde im Stadtzentrum von Schaffhausen zwischen dem Bahnhof und dem Entwicklungsareal Stahlgiesserei eine Pilotlinie in Betrieb genommen. Die Erschliessung der ersten und letzten Meile durch automatisierte Fahrzeuge soll damit nach der touristischen Anwendung der Linie 12 am Rheinfall im Alltag der Schaffhauser Bevölkerung ankommen.

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Erster Einsatz von Dual-Mode-Technologie auf Schweizer Strassen 

2019 startete das Swiss Transit Lab mit der Linie 12 am Rheinfall zum ersten Mal einen Pilotbetrieb mit einem selbstfahrenden Bus, eingebunden ins ÖV-Netz der Verkehrsbetriebe Schaffhausen vbsh. Mit diesen Erfahrungen und den gewonnenen Erkenntnissen im Hintergrund  geht das STL mit seinen Projektpartnern nun einen Schritt weiter: Mit der STL Linie 13 wir zum ersten Mal in der Schweiz ein automatisiertes Fahrzeug (Start auf Level 3 mit Ziel Level 4) mit Dual-Mode-Technologie in einem Pilotprojekt eingesetzt. Bei der Dual-Mode-Technologie wird ein handelsübliches Fahrzeug - im Falle der STL Linie 13 ein Minibus mir elektrischem Antrieb der Marke Toyota - mit Sensoren, Aktuatoren (Drive-by-Wire) sowie entsprechender Steuerungssoftware für automatisiertes Fahren ausgerüstet.

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Erkenntnisse Pilotprojekt Linie 13

Mit der «STL Linie 13» erprobte das Swiss Transit Lab (STL) den Einsatz neuester Technologien im ÖV sowie die Anbindung der ersten und letzten Meile. Damit wurde in der Schweiz erstmals ein selbstfahrendes Fahrzeug mit Dual-Mode-Technologie in den öffentlichen Strassenverkehr integriert – ein zentraler Meilenstein für die Zukunft des automatisierten Fahrens.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h und dem Betrieb bei jedem Wetter setzte die «STL Linie 13» neue Massstäbe für automatisierte Fahrzeuge in der Schweiz. Vom 28. April 2023 bis 14. Dezember 2024 verkehrte der selbstfahrende Kleinbus zwischen dem Bahnhof Schaffhausen und dem Quartier Stahlgiesserei. Immer mit dabei eine Sicherheitsfahrerin oder ein Sicherheitsfahrer, um den Betrieb zu überwachen und bei Bedarf einzugreifen. Das Projekt verfolgte zwei Hauptziele: die Prüfung der technologischen Machbarkeit im öffentlichen Verkehr und die Verbesserung der Anbindung der ersten und letzten Meile. 

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Eine Strecke im Stadtzentrum von Schaffhausen 

Das automatisierte Fahrzeug wird im ersten Schritt zwischen dem Bahnhof Nord in Schaffhausen und dem neuen Stadtteil Stahlgiesserei verkehren. Dort wo einst Tonnen von Stahl gegossen wurden, entstand in den letzten Jahren ein neuer Stadtteil. Das Areal mit rund 450 Wohnungen und reichlich Gewerebefläche bietet den idealen Rahmen für das partizipative Pilotprojekt STL Linie 13. Auf dem Weg vom Bahnhof Nord bis zur Nordspitze der Stahlgiesserei (Breitestieg) wird die STL Linie 13 weitgehend auf bestehende Haltestellen der vbsh bauen.

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Ein Anwendungsprojekt für Forschung und Entwickelung 

Ziel des neuen Projekts ist es, Erfahrungen für den Ausbau der erste und letzte Meile zu sammeln und diese Dienstleistung gemeinsam im Dialog mit den Benutzern zu entwickeln. Das Fahrzeug ist gleichzeitig ein Anwendungsobjekt für weitere Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um das automatisierte Fahren. Es bietet interessierten Unternehmen und Forschenden die Möglichkeit, eigene Technologien auf dem Fahrzeug einzusetzen und dadurch wertvolle Erkenntnisse für deren Einsatz und Weiterentwicklung zu gewinnen. Es laufen diverse Gespräche für solche Anwendungsprojekte.

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